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Tips
PFLANZENSCHUTZ IM KLEINGARTEN
Wirksame Hausmittel und solche, die es sein wollen
Die Kleingärtner greifen oft zu Hausmittteln, wenn es darum geht, Pflanzen zu stärken oder sie vor Schaderregern zu schützen. Die Wirkung dieser Wundermittel ist jedoch oft gleich Null. Es werden leider unnütze Tipps verbreitet und dabei setzen sie sich auch in den Köpfen fest. Lebermoosextrakt und Kaffee zum Abtöten und Abwehren von Schnecken hat keinerlei Wirkung, wie auch die Wolfsmilch oder die Kaiserkorne nicht in der Lage ist, die Wühlmäuse aus dem Garten zu vertreiben. Zudem wird in den Gartenmärkten sehr viele Pflanzenstärkungsmittel angeboten, deren Wirkung zumindest sehr fraglich ist. Ein Nachweis der Wirksamkeit wird nämlich gar nicht gefordert.
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Es gibt aber auch Mittel, die im Versuch ihre Wirksamkeit bewiesen haben, wie z.B. Natriumhydrogenkarbonat bei echtem Mehltau an Gurken oder an Zucchini. Hier handelt es sich aber schlicht um Backpulver. Man gibt 50 g mit 5 g Pflanzenschutzöl in 1 Liter Wasser und besprüht damit vorbeugend die Blätter. Aber auch der Extrakt des Staudenknöterichs stärkt bei rechtzeitiger Anwendung die Widerstandskraft. Ebenso können Gesteinsmehle gegen die Kraut- und Braunfäule bei Tomaten verwendet werden. Auf den damit bestäubten Blättern entsteht dabei ein pilzhemmendes, saures Milieu.
Natürliche Fettsäuren, z.B. Neudo-Vital. helfen gegen Monilia an Sauerkirschen, gegen die Kräuselkrankheit an Pfirsichbäumen sowie bei Pilzkrankheiten an Rosen, wenn sie vorbeugend eingesetzt werden. Hingegen haben die viel gepriesenen Brennnesselbrühen nicht die ihnen zugesprochene Wirkung bei der Bekämpfung der Blattläuse. Neem-Produkte sind hier wesentlich besser geeignet. Diese töten jedoch die Blattläuse nicht, sondern machen sie unfruchtbar. Deshalb muß man sie z.B. bei Obstbäumen vor der Blüte frühzeitig anwenden. Mehr zu empfehlen sind allerdings die Anwendung von Kaliseifenpräparaten. Diese (Kontakt-)mittel wirken gegen alle Läuse, wenn man sie dabei richtig besprüht. Am einfachsten ist es jedoch immer noch. die Läuse mit einem scharfen Wasserstrahl abzuspülen.
RAUPE IM BUCHSBAUM
Für kahl gefressene Buchsbäume kommt (fast) jede Hilfe zu spät. Daher sollten Kleingärtner sie schon jetzt regelmäßig auf gelb-grün-schwarz gestreifte Raupen und deren Gespinste hin untersuchen. Der aus Ostasien stammende Buchsbaumzünsler frisst nicht nur die Blätter dieses Zierstrauches, sondern nagt auch dessen Rinde ab. Dieser Schädling wurde vor einigen Jahren nach Europa eingeschleppt.
FUCHSIE MAG ES SCHATTIG
Jede noch so triste Nordseite eines Kleingartens macht die üppig blühende und auch anspruchslose Fuchsie zum besonderen Hingucker. Nach den letzten Spätfrösten können diese Pflanzen wieder ins Freie gestellt werden. Ist sie zudem außer Form geraten, kann sie auch zurück geschnitten werden. Wenn frische Triebe entspitzt werden, lässt dies die Fuchsie noch wunderbarer blühen.