Trotz BSE organisch düngen?

Die Frage, ob angesichts der Rinderseuche BSE organische Düngemitel wie Hornspäne, Knochenmehl oder Blutmehl noch ohne Bedenken für die Düngung im Garten verwendet werden können, beschäftigt viele Kleingartenfreunde.

Von Seiten des zuständigen Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft wird die Frage zur Zeit wissenschaftlich untersucht. Eine abschließende Empfehlung liegt jedoch noch nicht vor. Nach Auskunft des Ministeriums wird derzeit eine Anhörung von Sachverständigen zum Thema "BSE und organische Düngemittel" durchgeführt. Diese Anhörung, die bis Mitte des Jahres 2001 beendet sein soll, dient dann als Grundlage zu einer Verordnung über organische Düngemittel.

Die Arbeits-Gemeinschaft "Ökologischer Landbau (AGÖL)", in der die Verbände des ökologischen Landbaus organisiert sind, hat aus ihren Richtlinien für den ökologischen Landbau vorsorglich Blutmehl als Düngemittel heraus genommen.

Jürgen Sheldon, Fachberater des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde (BDG), empfiehlt die organische Düngung mit Hornspänen, Knochenmehl und Blutmehl abzusetzen. Er empfiehlt weiter abzuwarten, bis weitere Ergebnisse aus den Expertenbefragungen vorliegen. Statt dessen sollen die Gartenfreunde Kompost aus der bewährten Eigenkompostierung als organisches Düngemittel zu verwenden. Kompost enthält keine tierischen Abfallprodukte und kann damit ohne Bedenken empfohlen werden.